Geschichte von Rhodos

In
vorgeschichtlichen Zeiten wurde Rhodos von den Telchien, den
Helliaden, den Phöniziern und den Kretaner bewohnt. Im 15.
Jahrhundert vor Christi wurde Rhodos von den Achean bewohnt, bevor
die Dorer, um 1100 vor Christi, kamen und die drei Städte- Lindos,
Kamiros und lalyssos gründeten. Ihre Ruinen, besonders die bei
Lindos, sind einen Besuch wert.
Die Städte Kos, Knidos und Alikarnassos schufen den Staat Hexapolis,
welcher bis 480 vor Christi bestand.
In
332 vor Christi, kämpften die Rodianer Seite an Seite mit Alexander
dem Großen bei Tyre. Später weigerten sie sich mit seinen Nachkommen
gegen Ptolemos von Ägypten zu kämpfen. Daraufhin kam dessen Sohn
Dimitrios und nahm Rhodos unter Belagerung. Als die Rhodier den
Kampf gewannen, brachten sie dem Sonnengott Helios als Opfergabe den
Kollos, der vom Bildhauer Chares von Lindos errichtet wurde, dar.
Diese Statue, die laut Sage, am Eingang zum Mandrakihafen gestanden
stand, wurde durch ein Erdbeben in 226 vor Christi zerstört.
Etwa 50 nach Christi landete Apostel Paul in der Nähe von Lindos und
machte Rhodos zu einem bedeutendem christlichen Zentrum, welches
später Teil des byzantinischen Imperiums wurde. Um 620 nach Christi
wurde Rhodes zuerst durch die Persier und dann durch die Sarazener
erobert. Im Jahre 1246 kamen die Genuesen die bis 1309 herrschten.
Dann verkauften diese die Insel an die Ritter des Johanniter-Ordens,
welche für 200 Jahre blieben, und während dieser Zeit die Altstadt
errichteten, die noch heute existiert.
1522, nach langer Belagerungszeit, wurde Rhodos von den Türken,
unter Sultan Süleyman II eingenommen. Diese Herrschaft dauert
bis 1912, als dann die Italiener die Insel einnahmen. Ein
Programm, das bekannt ist als "Italisierung", trat 1924 in Kraft,
wonach die Einwohner der Insel italienisch sprechen mussten.
Rhodianer wurden jetzt Orthodox genannt, um das Wort Grieche zu
vermeiden. Die wichtigsten Arbeiten wurden von den Italienern
übernommen, was die Regierungsgeschäfte betraf und vor allen Dingen
den Ausbau des Straßennetzes anging. Sie waren an der
Modernisierung der Bauern interessiert, gründeten Museen und
archäologische Stätte, förderten die Ausgrabungen und warben für
Rhodos als touristische Insel. De Vecchi, der Bildungsminister in
Italien und einer der führenden Kräfte des Nationalsozialismus war,
wurde 1936 als Allgemeinen Verwalter des Dodecanese eingesetzt. Er
veranlasste, dass die italienischer Sprache Amtssprache wurde und
griechisch auf allen öffentlichen Plätzen verboten war.
1943 fiel die Insel in die Hände der Deutschen, die sie bis zum
Ende des 2. Weltkrieges besetzten hielten. Endlich im März 1947
wurde Rhodos mit „Mutter“ Griechenland vereint.
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